Zitate

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Fristende Freitag 26.10.2018 um 23:59 Uhr –
liebe Sammler*innen, wir können es schaffen, gebt alles!!!

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Aktion Bürgerentscheid Rettet Dietenbach

Sie finden uns
Montag-Samstag 10-12 Uhr auf dem Platz der alten Synagoge

 

Schauen Sie auch mal in den Blog

 

Wir brauchen unsere Böden zum Überleben.
Darum jetzt Dietenbach retten und das Bürgerbegehren unterschreiben!

Am 27.10. ist es zu spät.

Dieses Video ist Kult: „Wenn der Boden schwindet“


Das sagen betroffene Landwirte:

„Ich bin Pächter und Eigentümer in Dietenbach. Wenn man sowas will machen, da muss man eigentlich erst mal mit den Eigentümern reden.“
Bernhard Sauter

„Grund und Boden gibt’s nur einmal. Wenn er verbaut ist, ist er verbaut.“
Franz Kiefer, Report Mainz, 10.04.2018

„Je mehr Leute reden, desto mehr hören zu“
Martin Linser

Dietenbach – „wenn’s einmal bebaut ist, wird’s nie mehr grün“
Bernd Laule

„Leider wird von der Bevölkerung immer vergessen, dass der Grund und Boden nur ein Mal da ist.“
Günter Linser

Zur Situation der Betriebe: „Wir haben ein kontinuierliches Schrumpfen hier.“
Martin Linser

Das schreibt die Stadt Freiburg über die betroffenen Landwirte (G-18/114 Anlage 2):

„Nur landwirtschaftliche Nutzflächen, die ohne den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und ohne Kunstdünger bewirtschaftet werden, können ein Schutzgut der Umweltverträglichkeitsprüfung darstellen. Weil die ca. 116 ha landwirtschaftlichen Nutzflächen im Planungsgebiet Dietenbach weit überwiegend konventionell intensiv bewirtschaftet werden (nur rd. 7 ha werden ökologisch bewirtschaftet) kann ihnen im Umweltbericht zur SUP keine bedeutende Schutzwürdigkeit beigemessen werden.

Das sagt der Landesnaturschutzverband (LNV):

„Die derzeit landwirtschaftlich genutzten Böden gehen bei der Überbauung vollständig verloren. Sie sind als Auenböden über den Niederterrassenschotter des Dreisamschuttkegels auf natürliche Wiese gewachsen. Ihre Entstehung und Reifung dauerte Jahrhunderte, wenn nicht gar Jahrtausende. Sie stellen eine der wichtigsten, natürlichen Ressourcen von Freiburg dar, da hier schließlich Nahrungsmittel erzeugt werden.“

Die Stadt antwortet:

„Ackerbaulich genutzte Böden sind keinesfalls natürlich, sondern durch die landwirtschaftliche Nutzung erheblich in ihrer Struktur im Chemismus und auch in der Artenzusammensetzung der Bodenlebewesen verändert. Bei konventioneller Ackerbewirtschaftung werden die Böden sehr stark in ihren ökologischen Funktionen beeinträchtigt und zudem werden auf ihnen wild lebende Tiere und Pflanzen sowie das Grundwasser geschädigt. Von den ca. 116 ha landwirtschaftliche Nutzflächen im Gebiet Dietenbach werden nur rd. 7 ha ökologisch bewirtschaftet.

Das sagt der Landesnaturschutzverband (LNV):

„Die Böden des Dietenbach Geländes (s.o.) erfüllen eine wichtige Funktion bei der Bildung und zum Schutz von Grundwasser. Auch diese Funktion wird zum großen Teil ersatzlos wegfallen.“

Die Stadt antwortet:

„Bei lange anhaltender konventioneller landwirtschaftlicher Nutzung ist die ursprünglich positive Funktion der Böden für eine gute Grundwasserqualität ins Negative verkehrt.“

Unser Kommentar dazu:

Unabdingbare Grundlage allen Landbaus ist der Boden. Wenn wir ihn durch Bebauung zerstören, bleibt er für immer verloren. Der Schutz des Bodens muss unabhängig von der momentanen Bewirtschaftungsweise erfogen. 

Das sagen Unterstützer*innen:

„Es fehlt v.a. an bezahlbarem Wohnraum. Ob das neue Baugebiet Dietenbach diesen Bedarf stillen kann, darf angesichts der enormen Bau- und Investionskosten allerdings stark bezweifelt werden“
ÖDP, 11.10.2018

„Schon allein aufgrund seines basisdemokratischen Selbstverständnisses, seiner programmatischen Forderungen nach Bürgerbeteiligung und aufgrund seines grundsätzlichen Eintretens für direkte Demokratie, unterstützt FL einen Bürgerentscheid zum Thema Dietenbach.“
Michael Managó,  Pressesprecher Freiburg Lebenswert, 11.09.2018

 

Das sagen kluge Menschen:

„Je mehr Fläche versiegelt wird, desto knapper werden freie Flächen; mit zunehmender Knappheit einer Ressource steigt deren Wert und damit der Schaden, wenn eine weitere Einheit verbraucht wird … dekadente Wohnraumnachfrage: Mit welchem Recht können wir noch mehr Wohnfläche in Anspruch nehmen?“
Niko Paech, 27.09.2018, Freiburg

„Wachstumserfolge sind Zerstörungserfolge“ – dies gelte auf allen Ebenen: lokal, regional, überregional, international.
Ernst Ulrich von Weizsäcker, 20.05.2017, Samstags-Forum

Denn „ein Verbrechen gegen die Natur zu begehen, ist eine Sünde gegen uns selbst und eine Sünde gegen Gott.“
Papst Franziskus, Laudato Si

„Zusammenfassend lässt sich sagen, dass unser verschwenderischer, auf unbegrenztem Wachstum beruhender Lebensstil nicht kompatibel mit dem Überleben von Schmetterlingen, Nashörnern, Feldhamstern, Insekten und vielen anderen Arten ist. Ob unser Lebensstil sich mit dem Überleben unserer eigenen Spezies verträgt, darf bezweifelt werden.“
Axel Mayer, BUND-Geschäftsführer Regionalverband Südlicher Oberrhein

„Wir haben nur eine Erde – deshalb: Ressourcen schützen!“
Motto 2018 für den weltweiten Tag der Umwelt/World Environment Day am 05.06

„Von allem, was der Mensch baut und aufbaut, gibt es nichts Besseres und Wertvolleres als Brücken.“
Ivo Andrić, jugoslawischer Schriftsteller (danke an Sarina Nashir)

„Fruchtbarer Boden ist endlich. deshalb ist er unendlich wertvoll.“
„Prognosen zufolge wird sich das für jeden Erdbewohner verfügbare Ackerland bis 2050 halbieren.“
„Wir heben Geld ab von einem Konto, auf das wir nie einzahlen.“
aus dem Video „Wenn der Boden schwindet“

 

Das sagen die Grünen:

 „Wir unterstützen unsere baden-württembergischen Bäuerinnen und Bauern, die mit ihren hochwertigen regionalen Lebensmitteln Genuss und Nachhaltigkeit verbinden und unsere Kulturlandschaft erhalten.“
Die baden-württembergischen Landesgrünen, Pareitag Konstanz 6./7.10.2018

 

Das sagen städtische Leitlinien:

„Es liegt auf der Hand: Je mehr neue Siedlungsflächen im Außenbereich einer Stadt bebaut werden, desto stärker sind die negativen ökologischen Folgen. Das oberste Gebot der Stadt Freiburg in Sachen Siedlungsentwicklung ist daher neue Flächeninanspruchnahme auf ein erforderliches Mindestmaß zu reduzieren.“
Broschüre Umweltpolitik in Freiburg, 2010

„Ausufernde Städte? Freiburg wächst nach Innen! Unbebaute Fläche ist eine Ressource, die jedoch täglich in einem erschreckenden Maß abschmilzt … weitere negative Folgen des exzessiven Flächenverbrauchs … Freiburg räumt deshalb der Innenentwicklung eine absolute Priorität ein. Sie ist ein wesentlicher Baustein einer nachhaltigen Entwicklung … Der hohe Stellenwert der Innenentwicklung für die kommunale Stadtentwicklungspolitik in Freiburg zeigt sich auch an …“
Broschüre Umweltpolitik in Freiburg, 2010

„Versorgung mit allgemeinen siedlungsnahen Freiräumen: … Eher schwach versorgt sind dagegen die Quartiere Weingarten, Mooswald, Landwasser, Betzenhausen, Haslach  … Für die Freiraumkonzeption sind folgende Leitziele von herausgehobener Bedeutung … II. 2.1c) Der Ausbau und die Anlage von neuen Grün- und Freizeitanlagen sollen vorrangig im Westen gefördert werden, um dort die Wohnqualität zu verbessern … Die „Grünen Stadteingänge“ sollen als ortsbildprägendeStadtelemente erhalten werden … IV.1.1 Vielfalt, Eigenart und Schönheit der Kulturlandschaft und ihrer Nutzbarkeit für die Land- und Forstwirtschaft sollen langfristig gesichert werden … b) Traditionelle, typische Landnutzungsformen und Wirtschaftsweisen sollen in ihrer Vielfalt beibehalten und im Hinblick auf den Ressourcenschutz, insbesondere den Schutz des Bodens und des Grundwassers, optimiert werden. Um die Lebensraum- und Wohnqualität Freiburgs zu erhalten, sollen ausreichende innerstädtische Grünflächen, Naherholungsgebiete und Sportflächenerhalten bzw. entwickelt werden … a) Wertvolle Freiräume sollen in ihrer Qualität (z.B. Umgebungsruhe), Nutzbarkeit und Zugänglichkeit erhalten bzw. entsprechend ihrer Funktionen entwickelt werden … c) Um Grünräume mit Erholungsfunktion zu erhalten, soll das Bauen im Bestand gefördert werden … d) Zur Wohnqualität und Attraktivität Freiburgs trägt die enge Verzahnung von Siedlung und Landschaft entscheidend bei. Diese Nähe hochwertiger Naherholungsräume soll erhalten und entwickeltwerden  … Durch gezielte Maßnahmen kann die [Dietenbach-] Niederung für die landwirtschaftliche Nutzung erhalten bleiben und gleichzeitig für die Erholungsnutzung aufgewertet werden. Als besonderes  Charakteristika sollten die Weite der Aue und die Blickbezüge Richtung Stadt inszeniertwerden. In der Dietenbachniederung wird ein Entwicklungsschwerpunkt für eine landschaftliche Freiraumentwicklung gesehen.“
Freiraumkonzept 2020+ der Stadt Freiburg

 

Das sagen Immobilien- und Finanzbranche, Stadtverwaltung und Lokalpresse:

„Einen neuen Stadtteil wie Dietenbach zu entwickeln, ist heute schwierig. Man sieht das an den ganzen Einsprüchen. Das Thema Aufstockung ist einfach erheblich leichter umzusetzen, ohne dass große Flächen benötigt werden.“
Hans-Peter Unmüßig, immo-zeitung im Stadtkurier, 04.10.2018

„Denn gegen steigende Mieten hilft nur eins: bauen, bauen, bauen …“
 immo-zeitung im Stadtkurier, 16.8.2018

„… Gutes Essen für alle … Ein wichtiger Schritt dabei ist die Forderung nach mehr Demokratie in unserem Ernährungssystem … damit mehr regionale ebenso wie fair produzierte Güter auch den Endverbraucher erreichen. Lebensmittel dürfen nicht mehr nur als Ware gesehen werden …“
OB Martin Horn als Schirmherr der Aktionswoche Ernährungssouveränität, Oktober 2018

„Dietenbach ist urban, sozial, barrierefrei, grün und nachhaltig.“
OB Martin Horn zum Siegerentwurf, 05.10.2018

„Mit diesem Stadtteil sind wir flächensparend, ökologisch und sozial!“
Baubürgermeister Martin Haag, 24.07.2018, Gemeindaratssitzung

Über Dietenbach:  „Doch die Politik hat keine andere Wahl. Es gibt keinen Plan B.“
Uwe Mauch, BZ 28.06.2018

 „Es gibt keinen Plan B“
Ex-OB Dieter Salomon, als er 2006 den Bürgerentscheid um den Stadtbauverkauf verlor, BZ 30.06.2018

„Auf einer Höhe mit Wien, München, Paris: Die Habsburger Mitte liegt am 48. Breitengrad.“
Südlage – das Gisinger Magazin 6/2018 

„Katastrophal, wie unser Städtchen kaputtgeht in seiner soziologischen Struktur“
Hans-Peter Unmüßig, BZ 18.05.2018

„Im äußersten Fall würden wir auch ne Enteignung anstreben. Wir würden das natürlich zunächst mal wieder mit Gesprächen versuchen, da wird erstmal ne Enteignung angedroht. Da gibt’s dann weitere Gespräche. Das ist ja auch ein Prozess, der sich über Jahre hinweg zieht, da wird jetzt also niemand über Nacht enteignet – sondern es isch n Thema, was dann natürlich auch droht, wenn man sich diesen ganzen Angeboten verweigert.“
Baubürgermeister Martin Haag, Report Mainz, 10.04.2018

„Die Stadt muss darauf reagieren, dass sie weiter wächst, dass Menschen zuziehen, dass die Mieten und Grundstückspreise steigen und dass viele Menschen sich dies nicht mehr leisten können. Die Antwort, die der Gemeinderat darauf gefunden hat, ist das Schaffen zusätzlichen Wohnraums.“
https://www.freiburg.de/pb/,Lde/500645.html

„Solange die gute wirtschaftliche Gesamtsituation anhält, sehen wir auch keine Entspannung auf dem Immobilienmarkt.“
Sparkassenchef Marcel Thimm, Stadtkurier 29.03.2018

 Aus unserer Sicht wäre es kontraproduktiv, wenn man das Vorhaben jetzt schon mit einer Sozialquote verbindet … Ab einer gewissen Faktenschaffung, die eine Wirtschaftlichkeit nicht vertretbar erscheinen lässt, können wir langfristig als Partner nicht mehr dabei sein.
Ingmar Roth, Geschäftsführer der Entwicklungsmaßnahme Dietenbach GmbH & Co. KG, Der Sonntag 22.07.2018

„Eine Stadt wie Freiburg muss wachsen“
Baubürgermeister Martin Haag, Bürgerhaus Zähringen, 01.03.2018

„Die vier Entwürfe haben es geschafft, keine Monostrukturen zu kreieren und auch Landschaftsnähe zu zelebrieren.“
Baubürgermeister Martin Haag, Bürgerhaus Zähringen, 01.03.2018

„Wenn sich eine Bürgerinitiative formiert, muss man sich als Stadt einfach fragen: Hat man da nicht schon vorher in der Kommunikation etwas versäumt?“
Bürgermeister Josef Schmid (CSU), München, Münchner Merkur 21.08.2017

„Auch wenn es banal klingen mag: Die sozialste Wohnungsbaupolitik bei Wohnungsknappheit ist die Erschließung neuer Baugebiete.“
Reiner Braun, Privates Immobilienforschungsinstitut empirica, BZ 27.03.2017

Es bestehe Bedarf an teurem Wohnraum, damit die „Sparte der gut verdienenden Menschen … nicht ins Umland abwandert“
Dr. Rüdiger Engel, Leiter Baurechtsamt Freiburg (heute Leiter Projektgruppe Dietenbach), BZ 29.04.2016

„Wie soll ich einen privaten Investor dazu bringen, geförderten Mietwohnungsbau zu machen, wo der sich doch nicht rentiert?“
sorgte sich Ex-OB Dieter Salomon, BZ 21.05.2015