Live im Wahlkrampf

“Worte können sein wie winzige Arsendosen, und nach einiger Zeit ist die Wirkung da.”
(Victor Klemperer, LTI)

Stadt und Gemeinderatsfraktionen werben in aufwendiger netter, bunter Verpackung mit Behauptungen und Versprechungen, ohne jegliche Quellenangaben. Bei uns ist das gerade umgekehrt: Uns fehlen sowohl die finanziellen Mittel als auch potente Netzwerke, um schöne Verpackung liefern zu können – David gegen Goliath eben … Dafür bieten wir Ihnen jede Menge Inhalte und Fakten, die wir auch belegen.
engagiert – konstruktiv – kritisch

Entscheiden Sie selbst, was Ihnen wichtiger ist.

 

Was uns in der Wahlkampfsuppe dieser Tage sonst noch so entgegenschwappt, das erfahren Sie hier (wird laufend ergänzt):


 

OB Horn hat uns bei der Übergabe der 17.500 Unterschriften einen „fairen Wahlkampf“ versprochen.
Ist das fairer Stil, wenn er öffentlich sagt (Opfingen, Stadtteilgespräch) : „Die Alternative zum Dietenbach ist eine totale soziale Ungerechtigkeit“?
Ist es fair, wenn er die Worte seines Bürgermeisters Breiter am 27.11.2018 im Gemeinderat unkommentiert stehen lässt: Wenn die Dietenbachgegner am 24.02.2019 gewännen, würden am Tag danach alle Mieten in Freiburg erhöht.
Wir haben Herrn Horn einen Brief geschrieben.

Ist es fair, wenn aus Kreisen der Stadtverwaltung die Alternativen zu Dietenbach bei jeder nur erdenklichen Gelegenheit schlecht- und kleingeredet werden?

Ist es fair, wenn sämtliche Bürgermeister der Stadt die Neujahrsempfänge  nutzen für ausgedehnte Werbespots für den Bau des neuen Stadtteils und der versammelten Bürgerschaft ans Herz legen, wo sie bei der Bürgerentscheid-Wahl ihr Kreuz zu  machen haben?

Der Gemeinderat Lothar Schuchmann (UL) schreibt: „Der Abstimmungstext “Soll das Dietenbachgelände unbebaut bleiben” ist eine bewußt so gehaltene tückische Formulierung.“

Was für eine Unterstellung! Die Formulierung der Frage folgt allein den rechtlichen Vorgaben: „Bei allen Bürgerbegehren ist im Übrigen zu bedenken, ob die Fragestellung für den Bürgerentscheid so formuliert werden soll, dass diejenigen, die Ihre Zielsetzung teilen, beim Bürgerentscheid mit „Ja“ stimmen müssen, oder mit einem „Nein“. Dies ist rechtlich normiert. Sie müssen nach geltender Rechtsprechung die Frage so formulieren, dass Ihre Unterstützer beim Bürgerentscheid mit „Ja “ zu stimmen haben. Sie müssen also beim Bürgerentscheid immer eine „Ja“-Kampagne führen. Das „Nein“ ist für Ihre Abstimmungsgegner vorbehalten. Entsprechend müssen Sie die Fragestellung auf dem Unterschriftenformular formulieren.“ (Mehr Demokratie, Handbuch, S. 44)

Der Gemeinderat Lothar Schuchmann (UL) schreibt: „Kreuzt beim Bürgerentscheid NEIN an. Ja bedeutet mehr Wohnungsnot in Freiburg, Ja heißt:  ich stimme für mehr Obdachlosigkeit! Ja heißt: Eintreten für mehr soziale Ungerechtigkeit, für mehr Elend – wie schön – wollen Sie das wirklich?”

Wie ist DER denn drauf?

 

 

Wir hängen unsere Wahlplakate selbst – jede Menge Arbeit ist das!

 

Volles Podium und voller Saal bei unserer Auftaktveranstaltung am 16.01.2019 in der Katholischen Akademie

Dazu erreichte und diese Rückmeldung: “… ganz herzlichen Dank für die Informationen. Ich bin gespannt, wie sich alles entwickelt und hoffe, dass wir immer mehr Freiburger überzeugen können. Es war ein gutes Podium gestern.
Meine Spende steckt auch schon in der Spendenbox.
Weiter viel Schwung und einen langen Atem und wenn dann noch die richtigen Argumente dazukommen, die falsche Aussagen richtig stellen, dürfte dem Erfolg nichts mehr im Weg stehen.”

Allerdings fällt es Manuel Fritsch von der BZ sichtlich schwer, über unsere Veranstaltungen zu berichten: Am 17.1. eine Berichterstattung mit stark  polarisierendem Titel, am  Folgetag 18.1. ein denkbar flacher Kurzbericht mit ungehörigem Falschzitat zu Georg Lösers Beitrag. Welches Problem hat Herr Fritsch?

Was wirklich gesagt wurde, können Sie z. B. hier nachlesen: Redebeitrag von Angela Herlyn.